Archiv der Kategorie: Web

Antwort auf offenen Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Eventuell erinnert Ihr euch noch an meinen offenen Brief zur aktuellen „Killerspiele“-Debatte, den ich an unseren amtierenden Bundesinnenminister, Herrn Thomas de Maizière, gerichtet habe. Neben der Veröffentlichung in meinem Blog und der Verbreitung über die sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google+) habe ich den verfassten Text auch an die offizielle Bundestags-E-Mail-Adresse des Bundesinnenministers geschickt.

Womit ich nun gar nicht gerechnet habe, war eine nicht automatisierte Antwort auf meine E-Mail. Die stammt zwar nicht direkt vom Bundesinnenminister persönlich, aber von einem seiner Mitarbeiter. Den ganzen Brief habe ich hier unzensiert, ungekürzt und unbearbeitet angehängt.

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Offener Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Sehr geehrter Herr de Maizière,

ich möchte mich kurz bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Dominic Schmidtchen; ich bin 30 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, beruflich als Entwickler bei einer Werbeagentur tätig und seit meiner frühesten Kindheit ein „Gamer“ mit Leib und Seele. Der letzte Teilsatz lässt sicherlich erahnen, worauf sich dieser offene Brief bezieht: Auf die nach 7 Jahren wieder aufflammende Killerspiele„-Debatte, in der Sie diesen sogenannten „Killerspielen“ (ein Begriff, den ich selbst heute nur unter größter Beherrschung nennen kann, ohne einen Würgereiz zu bekommen) eine Teilschuld an dem Amoklauf von München geben. Deswegen möchte ich Ihnen ein bisschen von mir erzählen.

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YouTube und die Verantwortung – oder: „XYZ hat mich NACKT gestreamt!!!“

YouTube – das ist ein Medium, das die meisten Menschen kennen und lieben. Es bietet uns zahllose Videos mit erheiterndem Inhalt, wissenswertem Content, Musik (und den damit häufig verbundenen „Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar“-Screen) und auch vielen guten Kurzfilmen von Hobby- und Amateur-Regisseuren.

Ich nutze YouTube primär für Musik – nicht den Chart-Quatsch, der teilweise wegen der „Streitigkeiten“ mit der GEMA blockiert wird, sondern Videos, die von offizieller Seite kommen (von den Bands selbst oder deren Plattenlabels) oder auch Gemischtes wie die „2-Hours Epic Music Mixes“ von Epic Music World II sowie diverse Videos von fähigen Hobbymusikern (primär Gitarristen), die der Welt ihr Können zeigen möchten. Aber auch Gag Reels von Filmen, Kabarett mit Volker Pispers (absolut großartiger Kabarettist) und informative, aber spaßige Videos wie von Space Radio oder LeFloid laufen öfter mal über den Flimmerkasten. Seit neuestem schaue ich mir auch Let’s Plays an – primär die von Gronkh (gelegentlich auch die seiner Freundin Pandorya) – einem großartigen YouTuber, den ich nur allzu gern persönlich kennen lernen würde. Dabei war ich nie der Typ, der anderen gern beim Spielen zusieht. Aber bei Gronkh ist es irgendwie was anderes – wohl die Art, wie er die Let’s Plays gestaltet, bzw. wie er sich selbst in den Videos und auch in seinen Streams gibt (aber das ist ein anderes Thema).

Vergangenes Wochenende wurde der Webvideopreis Deutschland verliehen (wobei ich direkt erwähnen muss, dass ich ihn nicht gesehen habe). Auf Facebook erschien dann aber ein Videomitschnitt von der Verleihung in der Kategorie Gaming – Gewinner war der YouTuber HandOfBlood; mir persönlich unbekannt, aber das heißt rein gar nix. Während der Dankesrede hat HandOfBlood jedoch etwas angesprochen, das schon seit einer ganzen Weile scheinbar völlig normal zu sein scheint: Die Art (oder die Qualität) des Contents, der auf YouTube angeboten wird.

 

Was er in seiner Dankesrede gesagt hat – nun ja, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Er trifft den Nagel auf den Kopf und spricht als einer der wenigen genau das an, was sich seit geraumer Zeit wie eine Seuche auf YouTube auszubreiten scheint: asozialer, inhaltsloser Content, dessen einziger Zweck es ist, möglichst viele Impressionen und Likes zu erhalten. Und das Schlimme: genau diese Videos bekommen auch die gewünschte Aufmerksamkeit. Ich habe erst am Montag beim Stöbern auf YouTube gesehen, dass irgend so eine BibiBeautyIrgendwasGedöns (wohl eine von diesen Blondinen, die ihre „Beauty Tipps“ im Video festhält – oder zumindest so tut, als ob) ein Video mit dem Titel „XYZ hat mich NACKT gestreamt!!!!111einzdrölf“ (ganz frei aus dem Gedächtnis rezitiert) hochgeladen hat. In der Vorschaugrafik war bis auf eine unförmige Silhouette nichts zu erkennen und ich vermute, dass auch sonst nichts Gehaltvolles in dem Video vorkam (nein, ich habe es mir nicht angesehen. Auch nicht zu Recherchezwecken. Lieber laufe ich lachend in eine Kreissäge…). Es ist lediglich ein schönes Beispiel dafür, wie YouTuber versuchen, möglichst viele Klicks und Likes zu erhalten – und dass sie nicht davor zurück schrecken die Zuschauerschaft mit Sex, Rassismus, Mobbing und anderem Schwachsinn zu ködern.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, worüber ich mehr besorgt sein sollte: Darüber, dass diverse YouTuber schamlos ihre Möglichkeiten ausnutzen, um möglichst viele Klicks und Likes – und damit Geld – zu erhalten oder dass es genug Deppen gibt, die sich den Scheiß auch noch ansehen. Wenn ich mich aber so im Alltag umsehe und insbesondere die derzeitige Generation unter die Lupe nehme, dann erübrigt sich die Frage schon – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

YouTuber, die Videos dieses Formats veröffentlichen, fördern die Degeneration der Jugend, die dadurch nur noch weiter abstumpft; in dem festen Glauben, Mobbing, Rassismus, Sexismus etc. pp. seien völlig legitim – immerhin nutzen ja auch ihre Lieblings-YouTuber diese Mittel in ihren Videos, warum sollte es also falsch sein!? Jene YouTuber vergessen (oder ignorieren), welche Verantwortung sie tatsächlich auf ihren Schultern tragen. Denn YouTube ist das Fernsehprogramm der aktuellen Generation (und wenn ich mir ansehe, was so auf RTL & Co. läuft, ist das nur verständlich). Sie müssen lernen, diese Verantwortung zu akzeptieren und ihr auch gerecht zu werden.

Doch leider zeichnet sich ein Trend ab, der dem allseits unbeliebten Clickbaiting in sozialen Netzwerken ähnelt, das inzwischen sogar von vermeintlich renommierten Nachrichtenportalen angewendet wird. Natürlich geht man mit der Zeit, nutzt die Möglichkeiten, die den maximalen Erfolg garantieren – aber doch bitte nicht auf Kosten des Inhalts. Manchmal muss man seine Zuschauer/Leser an die Hand nehmen, ihnen sagen „Ey, hör mal. Das ist aber echt nicht korrekt“ – denn die Jugend von heute adaptiert, was vermeintlich „cool“ zu sein scheint. Und mal ganz unter uns: Weder Mobbing, noch Rassismus, Sexismus oder dergleichen ist „cool“, sondern einfach nur scheiße.

Ja, ich weiß: Viele YouTuber machen das „for a living„, müssen davon ihre Miete bezahlen und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das ist eine Entscheidung, die sie selbst getroffen haben – ein Weg, den sie selbst gewählt haben. Niemand hat sie dazu gezwungen. Dabei sollte ihnen aber immer bewusst sein, dass sie mit dieser getroffenen Wahl auch automatisch eine Verantwortung übernommen haben. Doch die wenigsten werden dieser Verantwortung wirklich gerecht…

Passwortsicherheit – meine persönlichen Erlebnisse bis heute

Passwortsicherheit, das ist in der heutigen Welt so eine Sache. Für viele Dinge im Internet wird ein sicheres Passwort benötigt – sei es für soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter, Foren, Online-Banking, Online-Shops, Game-Clients wie Steam oder Origin oder allgemein zusammengefasst Webseiten, auf denen persönliche Accounts eingerichtet werden können.

Passwörter sollen unsere persönlichen Daten wie Name, Anschrift oder Bankkonto/Kreditkartendaten vor unbefugtem Zugriff schützen. Und dass unbefugter Zugriff leider nicht nur theoretisch möglich ist, haben die vergangenen Hackerangriffe in den letzten Jahren sehr anschaulich bewiesen.

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Alle Jahre wieder: Apple vs. Android

Vor zwei Tagen war es soweit: Apple hat den jüngsten Spross der iPhone-Familie veröffentlicht – das iPhone 6 und erstmals eine Phablet-Variante, genannt iPhone 6 Plus. Und wie jedes Jahr (und auch dazwischen) kriechen aus beiden Lagern die Hardcore-Fans aus ihren Höhlen und beginnen aufs Neue sich gegenseitig in Grund und Boden zu argumentieren, welches der beiden Plattformen die beste sei.

Bis vor einiger Zeit zählte ich mich noch zum Android-Lager, ohne dabei den Hardcore-Faktor zu sehr hervorstechen zu lassen. Ich besitze selber ausschließlich Android-Geräte (derzeit das Samsung Galaxy S3 Smartphone und das Lenovo IdeaTab s6000 Tablet), hatte aber auch schon iPhone und iPad in der Hand. Auch ich hatte immer argumentiert, weshalb Android die bessere Plattform sei – wohlwissend, dass meine Argumente eine rein subjektive Meinung widerspiegeln.

Inzwischen habe ich es aufgegeben, mit Apple-Fans darüber zu diskutieren, wieso denn dieses oder jenes System besser, respektive schlechter als das andere sei. Denn egal, wie oft ich diese Diskussionen geführt habe, am Ende verhärteten sich die Fronten und das Ganze driftete immer weiter ins Unsachliche ab. Ausschlaggebend dafür war eine Diskussion mit einem User auf Facebook, dem man anhand seiner Schreibweise und seiner Beharrlichkeit anmerkte, dass er eine fast schon krankhafte Beziehung zu seinen Apple-Geräten aufgebaut hatte, dabei ging es eigentlich nur um den Preis.

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HTML E-Mails: Die Wahl des Doctypes

Wenn wir Webseiten erstellen, ist die Wahl des zu nutzenden Doctypes schon nahezu instinktiv. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und die aktuellste Technik verwenden zu können, wählen wir daher den Doctype HTML5 aus.

Bei der Erstellung von HTML E-Mails sieht das schon etwas anders aus – natürlich möchten wir auch hier die neuste Technik verwenden, die HTML5 und CSS3 so mit sich bringen. Doch nun blind HTML5 als Doctype zu verwenden, kann unter Umständen unerwünschte Nebeneffekte haben.

Campaign Monitor hat sich bereits vor 4 Jahren mit der Wahl des richtigen Doctypes auseinander gesetzt – da es zu diesem Zeitpunkt HTML5 aber noch nicht gab, hat man sich nun dazu entschieden, die aktuell verfügbaren Doctypes noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

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CSS-Support in E-Mails

Cascading Style Sheet (kurz „CSS“) ist ein mächtiges Werkzeug im Web Development. Und wenn es darum geht, ansprechende E-Mails zu gestalten, kommt man um CSS nicht herum. Doch die Anwendung der Stylesheet-Sprache im Bereich der E-Mail-Gestaltung ist nicht so einfach, wie bei der Gestaltung einer Webseite – weshalb gute Website-Ersteller noch lange keine guten E-Mail-Gestalter sind. Denn im Gegensatz zu echten Webseiten können E-Mails nicht auf einheitliche Standards in den Clients zurückgreifen, da es hier schlicht keine festgelegten Standards gibt.

Nicht umsonst wird immer wieder gesagt, dass man beim Erstellen von E-Mails das Gelernte vergessen und gedanklich in die 90er Jahre zurückkehren muss – in die Zeit, in der Webseiten noch mithilfe von Tabellen erstellt wurden. Neben der Tatsache, dass viele Clients die HTML- und CSS-Angaben in einer E-Mail teilweise unterschiedlich interpretieren und rendern, muss man auch beachten, dass gewisse – an sich recht gebräuchliche – CSS-Angaben nur teilweise oder überhaupt nicht unterstützt werden (mangels der erwähnten Standards).

Deshalb ist es bei der Erstellung von E-Mails wichtig zu wissen, welche Clients die Empfänger benutzen – hier hilft oftmals eine Analyse der Empfängerliste, um grob die genutzten Dienste zu bestimmen. Eine Garantie, dass Herr Schmidt mit einer Gmail-Adresse auch tatsächlich das Webinterface von Gmail nutzt und nicht etwa einen externen Client wie Thunderbird, gibt es allerdings nicht. Der Rat lautet daher: Nutzen Sie nur die CSS-Angaben, die durchweg von allen gängigen Clients korrekt unterstützt werden, um eine maximale Kompatibilität zu erreichen.

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E-Mailings, so geht’s richtig: Bestehende Reichweiten besser ausschöpfen und ihre Kampagnen-Sichtbarkeit erhöhen

Vor rund 4 1/2 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn bei der Direktmarketing-Agentur DZ-Media Verlag GmbH in Essen, in der ich in der IT-Abteilung arbeitete. Nach einer Weile merkte ich aber, dass meine Begeisterung für die Tätigkeit als Anwendungsentwickler nachzulassen drohte.

Mein Chef schlug mir dann eine gänzlich andere Richtung vor, in der ich mich beweisen könnte: E-Mail Marketing. Denn in diesem Bereich benötigt man nicht nur viel Kreativität für die Gestaltung von E-Mail Kampagnen, sondern auch ein spezielles, technisches Know-How, um die Ideen auch in die Praxis umzusetzen. Ich machte mich also daran, die Eigenheiten der E-Mail Technik zu ergründen und Wege zu finden, HTML E-Mails technisch so umzusetzen, dass sie in der Vielzahl an unterschiedlichen Clients immer gleich / identisch aussehen – was angesichts fehlender Standards recht schwierig ist. Auch die Spezifikationen der verschiedenen ESPs spielen dabei eine wichtige Rolle.

Durch die Erfahrungen und das Know-How, das ich mir in der Zeit angeeignet habe, kann ich heute auf einen recht guten Erfahrungsschatz zurückgreifen, der mir dabei hilft, Kampagnen fachgerecht umzusetzen. Nebenbei greife ich auch auf einen anderen Erfahrungsschatz zurück, den ich mir in meiner Zeit als Rezensent angeeignet hatte: das Schreiben. Inzwischen setze ich also nicht mehr nur E-Mail Templates um, sondern schreibe hin und wieder auch Artikel für den Blog meines Chefs, um die Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben.

Im Februar diesen Jahres entstand in Zusammenarbeit mit meinem Chef ein Artikel zu den Themen „Responsive Design“ und „Template-Optimierungen“, den ich hier nun mit Euch teilen möchte.

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HTML 5: Internet Explorer besser als Apples Safari [UPDATE: for Windows]

Vor genau 9 Monaten hatte ich den zweiten Testdurchlauf mit den gängigen Browsern in Bezug auf HTML 5-Fähigkeit getestet. Sowohl bei diesem als auch beim ersten Test versagte der Internet Explorer auf ganzer Linie. Da nun ein halbes Jahr vergangen ist und sich in dieser Zeit einiges getan hat, habe ich den Test nun ein drittes Mal gestartet, um mich von der HTML 5-Fähigkeit der Browser zu überzeugen.

Neben den drei bisher getesteten Browsern habe ich nun auch noch drei weitere Browser in den Test aufgenommen, die ich zuvor nicht berücksichtigt hatte: Safari, Opera und den chinesischen Cloud Browser Maxthon.

Schauen wir uns aber zuerst die drei bisher getesteten Browser Chrome, Firefox und den Internet Explorer an.

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Fluch der HTML-E-Mails

Seit längerer Zeit beschäftige ich mich beruflich mit der Erstellung und Optimierung von E-Mails im HTML-Format zwecks Werbekommunikation (bevor jetzt irgendjemand „Böser Spam-Ersteller!“ schreit, sei vorweg genommen, dass es sich hierbei um ausdrücklich erwünschte Produktinformationen handelt und ich mit dem eigentlichen Inhalt auch nichts zu tun habe – im Vordergrund steht hier ganz klar der technische Aspekt).

Wer sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt, weiß aus Erfahrung: Sämtliche HTML- und CSS-Kenntnisse, die man sich über die Jahre angeeignet hat, darf man hier fast komplett über Bord werfen. Denn während wir im Internet inzwischen bei HTML5 und CSS3 angekommen sind (mit denen sich im Übrigen wirklich tolle Sachen machen lassen), hängen wir in der Welt der HTML-E-Mails nahezu in der Steinzeit fest. Sicher, es gibt einige moderne Clients, die bereits ansatzweise die neuen CSS3-Elemente unterstützen (allen voran mobile Geräte), die meisten Programme jedoch haben ihre ganz eigenen Interpretationsregeln und verlangen teilweise eigenwillige technische Umsetzungen.

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