Archiv der Kategorie: Schulisches

Und wenn Holland mal absäuft… Teil 2

Tag 2 des Segeltörns mit der HI-08C des Heinz-Nixdorf-Berufskollegs:

Nachdem wir die Nacht in Texel verbracht hatten und am nächsten Morgen auf unsere zwei vermissten Brötchenholer warteten, stachen wir wieder in See – Richtung Wattenmeer. Es ging durch eine Schleuse und dann waren wir auch schon dort. Der zweite Zielhafen ist mir namentlich wieder entfallen – ich weiß nur noch, dass wir am Abend einen flotten Marsch hinlegten, um noch rechtzeitig zum Supermarkt zu kommen, der bereits um 18 Uhr schloss. Wir kauften zusammen mit unseren beiden Lehrern die benötigten Zutaten für das Abendessen ein (wir – also Mahmod, Timo, Marcel und ich – waren eigentlich erst Donnerstag mit dem Essen dran, wir tauschten allerdings mit Gruppe 4) – es sollte meine Reispfanne mit Hackfleisch, Bohnen und Mais geben. Unsere beiden Skipper wollten an diesem Abend mit uns zusammen essen, nachdem sie gesehen hatten, dass wir nach dem ersten Abendessen von Artur, Caglar, Martin und Roman noch Farbe im Gesicht hatten und auf unseren Füßen stehen konnten. Das Essen war also für 19:30 Uhr angesetzt, verspätete sich dann aber auf 20:00 Uhr, weil der verdammte Reis nicht weich wurde. Freundlicherweise halfen uns Daniel und Dennis beim Essen machen, obwohl wir sie nicht danach gefragt hatten.

Nach der üppigen Mahlzeit (die einhellig als bisher bestes und echt leckeres Abendessen bezeichnet wurde) machten wir dann noch die Küche sauber – das war eine echte Sauerei mit dem ganzen Reis und dem anderen Zeug, das sich ungewollt auf dem Gasherd verteilt hatte. Als wir fertig waren, gingen wir wieder an Deck und verteilten uns erneut auf die „Strijd“, die „Johanna Engelina“ und die „Meridiaan“, die diesmal alle nebeneinander im Hafen lagen. Die Nacht ging dann für mich auch bis etwa 01:00 Uhr, bevor ich mich in meine Koje zurück zog und leicht angeheitert einschlief – oder es zumindest versuchte. Mahmod kam kurz nach mir in die Kabine, schmiss sich auf sein Bett und fragte mich dann, ob er seine SIM-Karte mal in mein Handy packen könnte, weil er mit seinem echt miesen Empfang hatte. Gesagt, getan – noch schnell den Wecker gestellt, weil wir am nächsten Morgen um 06:30 Uhr schon wieder aufstehen und Brötchen für alle Mann holen mussten (60 Stück haben wir geholt, die auch recht fix weg waren). Nach dem Frühstück stachen wir dann als einzige Klasse wieder in See – die anderen beiden Klassen wollten/mussten im Hafen bleiben und noch eine Radtour machen. Sinn des Segeltörns verfehlt, meine Damen und Herren…

Als einzige Klasse fuhren wir also am 3. Tag zurück ins Ijsselmeer – auf dem Weg dort hin war das Wattenmeer recht unruhig und Mahmod zeigte den Fischen dann auch irgendwann, was er zum Frühstück hatte (kurzum: Er kotzte über die Reling). Er war zwar der einzige, der seinen Mageninhalt nicht bei sich behalten konnte, aber nicht der einzige, der seine Farbe im Gesicht verloren hatte. Wie dem auch sei: Das Ziel sollte diesmal ein kleiner Ort namens Workum sein, in dem angeblich abends die Post abgehen sollte.

Was wirklich dran war, schreib ich morgen.

Und wenn Holland mal absäuft…

… haben sie zumindest genug Boote, um nicht zu ertrinken.

Fünf Tage Segeln sind nun vorbei. Auf der einen Seite bin ich froh wieder eine ordentliche Dusche benutzen und in einem vernünftigen Bett mit weichem Kopfkissen pennen zu können. Auf der anderen Seite bin ich aber etwas wehmütig, dass die Klassenfahrt dann doch so schnell vorbei ging. Wir hatten eine Menge Spaß, aber auch einiges an Arbeit: Segel hissen, Segel wieder einholen. Deck schrubben, Küchendienst machen und Klos reinigen. Aber sowas gehört halt dazu und am Ende war es ja doch eine gelungene Fahrt, die so ziemlich jedem gefallen hat. Es gab zwar ein paar Seekranke unter uns und auch einen über die Reling kotzenden Passagier, doch alles in allem wird man sich noch lange positiv an den Segeltörn erinnern können.

Dabei fing die Fahrt irgendwie etwas verregnet an: Als wir mit unserem Bus in Enkuizen ankamen, pisselte es ein wenig. Und irgendwie war auch noch unklar, dass wir zu den zwei Klassen gehörten, die auch wirklich dort aussteigen mussten (die dritte Klasse wurde nach Lelystadt gebracht, wo ihr Schiff – die „Meridiaan“ – auf sie wartete). Nachdem die Frage dann aber geklärt war, marschierten wir mit Sack und Pack bis ans Ende des Piers im Hafen, um dort auf der „Strijd“ unsere Kabinen zu belegen und die Verpflegung an Bord zu bringen (die zweite Klasse machte sich auf der „Johanna Engelina“ breit). Nach einigen Begrüßungsworten des Skippers Claas erschien dann auch schon der zweite Skipper Kargo und wir legten ab. Die Fahrt ging erstmal durchs Ijsselmeer Richtung Texel.

Zwischendurch ankerten wir noch mitten auf See, um einige Runden ins Wasser zu springen. „25° C Wassertemperatur“ meinte unser Religionslehrer. Ich dachte nach dem ersten Sprung nur noch „Am Arsch! 15° C minus!“ – das Wasser war eisig kalt und ich hatte zu Beginn sogar Probleme richtig zu atmen, weil meine Lungen wahrscheinlich eingefroren waren… Einige von uns schwammen rüber zur „Johanna Engelina“, die rund 50 Meter von uns entfernt vor Anker ging; wo die „Meridiaan“ abgeblieben war, weiß ich nicht. Nach der Extremabkühlung ging es dann weiter nach Texel, wo wir im Hafen anlegten und die erste Gruppe das Abendessen zubereitete.

Wir legten direkt neben der „Johanna Engelina“ an, während die „Meridiaan“ weiter vorn parken musste, weil links von uns ein anderes Schiff mit irgendeiner Abschlussklasse aus Deutschland anlegte. Der Abend und die Nacht verliefen dann auch recht angenehm und entspannt. Wir verbrachten die Zeit entweder auf der „Strijd“ oder auf der „Johanna Engelina“ und tranken ein paar Bier (Heineken *würg*), Smirnoff, Desperados und anderes Gezeug mit Umdrehungen. Mahmod wollte am nächsten Morgen mit mir eine Runde joggen gehen, aber irgendwie hat er mich dann doch liegen lassen und lief allein ein paar Runden. Inzwischen war es dann auch längst Zeit fürs Frühstück, doch Sven und Marcel waren unauffindbar. Die beiden wollten in ein 5km entferntes Örtchen gehen, um dort Brötchen zu holen. Am Ende waren sie über zwei Stunden weg, weil in dem Örtchen sage und schreibe 12 Brötchen verkauft wurden und sie erst mal wieder nach Texel zurück mussten, um dann dort welche zu kaufen. Das Frühstück war zu dem Zeitpunkt mehr oder weniger schon hinfällig – die meisten hatten ohnehin Brot gegessen. Kurz nach deren Auftauchen legten wir dann auch schon ab, um Richtung Wattenmeer zu fahren.

Mehr gibt es dann morgen…

Auf ins nächste Schuljahr

Alle Ferien gehen mal vorüber und so ist es auch heute wieder so weit. Am vergangenen Freitag war der letzte offizielle Sommerferientag und heute geht es wieder ins Berufskolleg – mit neuem Elan und neuem Stundenplan. Der sieht im Gegensatz zum vergangenen Schuljahr richtig gut aus:

Montags in ungeraden Wochen 6 Unterrichtsstunden (sonst 4), Dienstags 8 Stunden. Mittwochs in geraden Wochen 8 Stunden (sonst 6), Donnerstags und Freitags 6 Stunden. Vor allem der Freitag freut mich, hatte ich im vergangenen Schuljahr doch immer 8 Stunden an diesem Tag. Ich werde auf einige neue Lehrer treffen, allein in Elektrotechnik habe ich zwei Neue, die sich abwechseln. Von den neuen Lehrern kenne ich noch keinen, daher hoffe ich stark, dass ich mit ihnen gut verstehen werde. Denn ein gutes Verständnis zwischen Lehrer und Schüler ist schon mal ein Garant für fair verteilte Noten.

In der Vergangenheit hatte ich damit immer ein paar Probleme – allen voran in Mathe. Meine damalige Mathelehrerin auf dem Gymnasium konnte mich nicht leiden und hat mich das auch anhand meiner Noten spüren lassen. Nicht gerade fair, aber was soll ein armer Schüler schon großartig dagegen machen können? In Mathe habe ich auch diesmal einen neuen Lehrer: Unser Klassenlehrer räumt das Feld für einen neuen (wohl indischen) Lehrer und übernimmt dafür die Software-Stunden. Ich habe also ein weinendes und ein lachendes Auge. Es ist zwar schade unseren Klassenlehrer nicht mehr in Mathe zu haben, dafür aber um so besser durch ihn Software unterrichtet zu bekommen.

Tja, in etwa einer halben Stunde geht es dann auch für mich Richtung Bahnhof, um pünktlich zur ersten BN-Stunde in diesem Schuljahr zu erscheinen. Um 09:15 Uhr fängt die Stunde an und um 12:45 Uhr bin ich auch schon wieder auf dem Heimweg. Klasse, oder?

6 Wochen chillen

So, das war’s dann wohl. Das erste Jahr am HNBK ist vorbei und die Zeugnisse sind vergeben. Nun stehen 6 Wochen Eierschaukeln auf dem Plan. Ich sehe es schon kommen, dass ich mir nach 4 oder 5 Wochen wünsche, es wäre wieder Schulzeit (wie immer)…

Das Zeugnis hat mich heute doch noch etwas überrascht. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass mir die 4 in Religion den Durchschnitt runterzieht. Während der Zeugniskonferenzen vergangene Woche wurde wohl seitens der Lehrer hier und da noch ein wenig geschraubt, so dass mein Notendurchschnitt insgesamt doch besser ist als erwartet. Mit einem Durchschnitt von 1,75 beende ich also mein erstes Lehrjahr (gegenüber den berechneten 1,8 oder 2,0). Die 4 in Religion ist geblieben, in Sport erhielt ich eine 2 und überraschenderweise in Deutsch – trotz der vergleichsweise „schlechten“ letzten Klausur (Note: 2-) – noch eine 1. Damit sieht das Zeugnis so aus (Noten aus dem 1. Halbjahr in Klammern):

Elektrotechnik & Prozesstechnik: 2 (2)
Betriebssysteme & Netzwerke: 1 (1)
Rechner- & Systemtechnik: 2 (2)
Softwareentwicklung & -anwendung: 1 (1)
Datenbanken: 1 (1)
Wirtschaftslehre: 2 (2)
Englisch: 1 (1)
Mathematik: 3 (3)
Deutsch / Kommunikation: 1 (1)
Religionslehre: 4 (-)
Sport: 2 (-)
Politik: 1 (2)

Tja, Kopfnoten gab es natürlich auch wieder und gegenüber dem Halbjahr davor hat sich dort nichts geändert: Leistungsbereitschaft 1, Zuverlässigkeit/Sorgfalt 1 und Sozialverhalten 2 (ja, ich trete immer noch dem ein oder anderen etwas auf die Füsse, wenn mir was nicht passt).

Für die Ferien hatte ich mir ja was vorgenommen – meine Zigarettenschachtel beherbergt derzeit noch 2 Kippen. Meine hoffentlich letzten, denn diesmal ist es mir wirklich ernst mit dem rauchfreien Leben (jedenfalls rede ich mir das ständig ein). Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Schönen Sommer noch!

Zeugnis-Desaster

Heute waren Zeugniskonferenzen und damit stehen nun alle Noten fest (bis auf die Sportnote sind auch alle anderen Noten bekannt). Ich hatte ja mal in einem anderen Beitrag geschrieben, dass ich mit einem Notendurchschnitt von 1,4 bis 1,8 rechnen würde. Heute erfuhr ich dann beiläufig, dass ich in Religion eine glatte 4 (!) bekommen habe – und ich weiß nicht einmal wieso. Aber es wird noch besser: Jemand, der seit über einem halben Jahr nicht mehr in der Klasse ist (und damit nie am Religionsunterricht teilgenommen hat, weil wir den erst im 2. Halbjahr hatten) bekam eine 3 (!). Die schlechte Note zieht meinen erwartete Durchschnitt nun natürlich runter und so komme ich (wenn ich in Sport eine 2 bekomme) „nur“ auf einen Durchschnitt von 1,9.

Dass ich stinksauer bin, ist sicherlich nachvollziehbar. Die Tatsache, dass eben erwähnte Person eine 3 für seine Nicht-Anwesenheit bekam, stößt mir sauer auf. Es lässt sich fast schon vermuten, dass der Religionslehrer (so toll ich ihn auch finden mag) bei der Notenvergabe einen Würfel entscheiden ließ. Ich weiß noch nicht, ob ich deswegen in Berufung gehen werde, denn fair ist das sicherlich nicht. Gut, ich hab ein paar Mal im Unterricht gefehlt – entschuldigt wohlgemerkt. Aber das ist kein Grund mir eine 4 reinzuwürgen. Und was die Beteiligung angeht: Sagen wir mal so – wie soll ich mich großartig am Unterricht beteiligen können, wenn der Lehrer vorn steht und nur irgendwas erzählt?

Mir bleibt jetzt zwar die Möglichkeit mit dem Zeugnis zum Direktor zu gehen und gegen diese Benotung Einspruch einzulegen, andererseits gibt es keinen wirklichen Grund dafür. Das Stadt-Stipendium bekomme ich mit dem Zeugnis ohne Probleme und auch sonst wird es für nichts anderes verwendet (Bewerbungen schreibe ich ja spätestens in zwei Jahren und dann auch mit dem Abgangszeugnis der 13.). Ich lasse es mal auf mich zukommen und werde womöglich nochmal mit dem Lehrer reden, um zumindest verstehen zu können, warum er so benotet hat.

Einverstanden bin ich damit dann aber trotzdem nicht…

Endspurt für das erste Jahr

Es liegt noch knapp ein Monat vor mir, dann beginnen die Sommerferien und das aktuelle Ausbildungsjahr (obwohl ich ja eigentlich Schuljahr sagen muss) endet. Die meisten Noten stehen inzwischen schon fest, mir fehlen lediglich noch die Sportnote sowie die Noten in Software, Politik/Wirtschaft und Religion (sagen wir mal besser „Praktische Philosophie“). Ich habe mir vorhin mal meinen zu erwartenden Notendurchschnitt ausgerechnet (mit eventueller Abweichung, da die Noten für genannte Fächer geschätzt wurden) und komme im günstigsten Fall auf 1,4 und im schlimmsten Fall auf 1,8.

Das reicht allemal, um beim Schulamt Essen einen Antrag für ein Stadt-Stipendium zu stellen. Das erhalten nämlich begabte Schüler von Berufskollegs in Essen, wenn der Notendurchschnitt mindestens 2,5 beträgt, und beläuft sich pauschal auf 1.200,- € pro Schuljahr. Das Geld kann ich gut gebrauchen, um endlich meinen Führerschein zu machen (offiziell wird die Kohle natürlich für die Anschaffung von Lehrnmaterial verwendet *hust*).

Außerdem steht noch ein zweiter TFT-Monitor auf meiner ellenlangen Wunschliste, den ich für bessere Übersicht beim Programmieren gut gebrauchen könnte. Da in der Nachbarstadt Mülheim ja Medion hausiert und dort ständig Lagerverkauf macht (Verkauf von B-Ware und Vorführmodellen), werde ich mir in den Sommerferien mal einen schönen 19-Zoller aussuchen, der optisch auch zu meinem derzeitigen BenQ FP93G X passt.

Aber vorher muss ich noch die 19  Tage (oder auch 20 – weiß nicht, ob der 12. Juni als Brückentag gehandhabt wird) Berufskolleg hinter mich bringen. Es warten zudem noch ein paar Klausuren auf mich, die geschrieben werden wollen – allein kommende Woche eine BN-Klausur (Betriebssysteme und Netzwerke) sowie die Gruselarbeit in Mathe. Werd mich also die Tage nochmal hinsetzen und üben müssen, damit ich in letztgenannter Klausur nicht wieder sang- und klanglos versage.

Satz mit x? Das war wohl nix! [Update]

Ohje, heute war die Matheklausur dran – Exponentialfunktionen. Vom Prinzip her habe ich den ganzen Kram ja verstanden und war sogar auf dem richtigen Weg. Doch dämlich wie ich bin habe ich den Lösungsweg verworfen und gegrübelt, wie ich eine Funktion á la E(x) = 870000 × (1 + p/100)²º nach p auflösen muss. Ich wusste, dass das Ganze mit der 20. Wurzel gemacht wird, aber ich habe gezögert und damit wertvolle Punkte und Zeit verschenkt. Letztlich blieb mir nur noch die Zeit vier Teilaufgaben zu lösen.

Zumindest lebe ich mit dem Wissen, dass neben mir auch der Rest der Klasse die Arbeit gegen die Wand gefahren hat. Das war die dritte Matheklausur am Berufskolleg, die ich vergeigt habe. Die dritte von insgesamt drei geschriebenen (die ersten zwei waren beide ’ne glatte 4). Wenn das so weitergeht, habe ich ein mächtiges Problem…

[Update]

Jetzt ist es amtlich – die dritte 4 in Mathe ist im Sack. Und dabei hatte ich noch großes Glück: Weil die Klausur allgemein sehr schlecht ausgefallen ist, hat unser Mathelehrer die Bewertung geändert und die letzten beiden Aufgaben ganz gestrichen. Diese Änderung ermöglichte eine Anhebung des Notenspiegels auf 4,4. Fest steht jetzt auf jeden Fall, dass ich mich für die zukünftigen Klausuren auf meinen Hintern setzen und üben werde…

1,4 GB geballtes EVE-Update

Gerade läuft im Hintergrund der Download des neuen EVE Online Updates, welches das neue Add-On Apocrypha installiert – sage und schreibe 1,4 GB wollen runtergelutscht werden; ein Umstand, der mich voller Erwartung auf tolle Umsetzungen der neuen Technologien und Grafiken hoffen lässt.

eveonlinecom6535

Über die Neuerungen werde ich an dieser Stelle keine Worte mehr verlieren, immerhin hatte ich vor einigen Tagen schon über die Features Page geschrieben.

Außerdem habe ich heute meine erste Deutschklausur in diesem Halbjahr geschrieben – gemessen an den Herausforderungen auf dem Berufskolleg ein wahrer Witz. Die meisten von uns waren bereits nach 15 Minuten fertig. Thema waren Vorgangsbeschreibungen, d.h. wir haben ein Blatt mit ein paar Bildern bekommen, die wir in die richtige Reihenfolge bringen mussten, um dann die dort gezeigten Tätigkeiten in Worte zu fassen. Auf den Bildern wurde übrigens der Einbau einer IDE-Festplatte dokumentiert.

Morgen gibt es dann noch einen Vokabeltest, nachdem die Englischklausur auf nächste Woche verschoben wurde, da wir in der vergangenen Woche keinen Unterricht hatten (unsere Lehrerin musste irgendwelchen Prüfungen beiwohnen).

CeBIT ich komme… nicht [Update]

cebit_2009Am Samstag geht es gemeinsam mit Basti und Steve nach Hannover auf die CeBIT. Dank Aktionscodes gab es die Tickets gratis dazu – lediglich die Reservierung für die Busfahrt kostete mich 20 Euro. Und die Nacht wird auch verdammt kurz, denn der Bus fährt bereits um 05:20 ab Hachestraße los. Ich hoffe nur, dass es den ganzen Trouble dieses Jahr auch wert ist. Mal sehen, vielleicht treffe ich ja auch unseren DLH.Net Review-Leiter Uwe dort…

Seit Dienstag findet ihr übrigens das Review zu „F.E.A.R. 2 – Project Origin“ auf DLH.Net, das Oliver und ich zur Xbox 360- und PC-Version geschrieben haben. Und in einigen Tagen wird ein Testbericht zu „Rise of the Argonauts“ folgen. Aber zuerst ist morgen die Klausur im Fach „Datenbanken“ dran – Thema „Datenbankabfragen und Normalisierung von Tabellen“ – dürfte recht leicht werden.

[Update]

Eine meiner schlimmsten Befürchtungen für das Vorhaben „CeBIT“ ist eingetreten – ich habe verschlafen und den Bus verpasst. Eigentlich nicht wirklich verschlafen, viel mehr bin ich wieder eingeschlafen, nachdem ich bereits wach war. 3 Stunden Schlaf waren eben doch zu wenig für mich. Wirklich tragisch ist das Ganze an sich ja nicht – da die Tickets umsonst waren, gab es keinen größeren Verlust. Lediglich die umsonst gezahlten 20 Euro für die Busfahrt ärgern mich jetzt – und wahrscheinlich auch meinen Vater, der mir die Busfahrt gesponsort hatte und für den ich die Augen nach einem kostengünstigen Notebook offen halten sollte.

Vielleicht wird es ja nächstes Jahr was – dieses Jahr sollte die CeBIT ohnehin nicht sonderlich spektakulär sein – hab ich jedenfalls gelesen und gehört…

Religionslehre = Praktische Philosophie

Ich hatte vor einigen Tagen ja bereits meine Abneigung gegen Religionsunterricht am Berufskolleg zum Ausdruck gebracht. Mit diesem Eintrag wiederrufe ich diese Abneigung – zumindest, was die Religionslehre am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg angeht.

Das HNBK ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen – hauptsächlich trifft man dort Christen und Moslems; Deutsche, Türken, Kurden, Italiener. Daneben finden sich aber noch Buddhisten; Chinesen, Koreaner usw. Mir hätte gleich klar sein sollen, dass es unter diesen Umständen unmöglich ist typischen Religionsunterricht zu machen, denn der Großteil interessiert sich nicht dafür oder gehört einer anderen Religion als der christlichen an.

Heute lernte ich dann den geheimnisvollen Religionslehrer mit der Abkürzung „SCL“ kennen – ich glaubte zuerst auf einen alten, verkappten und streng gläubigen Christen zu treffen, doch es kam ganz anders. Der Herr hinter der Abkürzung „SCL“ ist gerade mal 2 Jahre älter als ich und alles andere als verkniffen – und er ist katholisch. Verwundert war ich vor allem über seine Offenheit und seinen Sinn für Humor:

SCL: „Ach scheisse, stimmt ja…“
Schüler: „Ich dachte Sie wären religiös. Da darf man doch nicht ‚Scheisse‘ sagen!“
SCL: „Ich bin katholisch, ich kann beichten. Merken Sie sich eins: Wenn ein Religionslehrer ‚Scheisse‘ sagt, ist er ein Katholik.“
Schüler: „Und wenn er ‚Scheisse‘ sagt und ein Christ ist?“
SCL: „Dann kommt er nicht in den Himmel *hähähähä*“

Oder:

SCL: „Und wenn sie dann Bafög bekommen, können sie sich darauf einen keulen.“

Bin ich im falschen Film gelandet? Nicht, dass mich sein Humor und seine Ausdrucksweise stört – aber dieser Herr verkörpert alles, nur nicht den typischen Religionslehrer. Neben seinen lässigen Sprüchen erklärte er uns dann auch noch, dass nicht wirklich Religion unterrichtet wird (das wäre aufgrund der unterschiedlichen Religionen in den Klassen überhaupt nicht möglich). Stattdessen ist es inoffiziel Praktische Philosophie (natürlich mit einigen religiösen Themen) – lediglich auf dem Zeugnis steht die Note unter „Religionslehre“.

Unter diesen Umständen – also dass der Religionslehrer ein Kumpel von mir sein könnte und dass er in Wirklichkeit Philosophie in den beiden Stunden unterrichtet – werde ich meine Bitte um Abwahl-Möglichkeit des Fachs zurückziehen. Wie ich schon mal sagte: Gegen eine philosophische Kontroverse habe ich nichts einzuwenden ;-)