Archiv der Kategorie: Politisches

Antwort auf offenen Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Eventuell erinnert Ihr euch noch an meinen offenen Brief zur aktuellen „Killerspiele“-Debatte, den ich an unseren amtierenden Bundesinnenminister, Herrn Thomas de Maizière, gerichtet habe. Neben der Veröffentlichung in meinem Blog und der Verbreitung über die sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google+) habe ich den verfassten Text auch an die offizielle Bundestags-E-Mail-Adresse des Bundesinnenministers geschickt.

Womit ich nun gar nicht gerechnet habe, war eine nicht automatisierte Antwort auf meine E-Mail. Die stammt zwar nicht direkt vom Bundesinnenminister persönlich, aber von einem seiner Mitarbeiter. Den ganzen Brief habe ich hier unzensiert, ungekürzt und unbearbeitet angehängt.

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Offener Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Sehr geehrter Herr de Maizière,

ich möchte mich kurz bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Dominic Schmidtchen; ich bin 30 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, beruflich als Entwickler bei einer Werbeagentur tätig und seit meiner frühesten Kindheit ein „Gamer“ mit Leib und Seele. Der letzte Teilsatz lässt sicherlich erahnen, worauf sich dieser offene Brief bezieht: Auf die nach 7 Jahren wieder aufflammende Killerspiele„-Debatte, in der Sie diesen sogenannten „Killerspielen“ (ein Begriff, den ich selbst heute nur unter größter Beherrschung nennen kann, ohne einen Würgereiz zu bekommen) eine Teilschuld an dem Amoklauf von München geben. Deswegen möchte ich Ihnen ein bisschen von mir erzählen.

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Just my two cents: Welt, was geht denn hier?

Flüchtlingskrise, Steuerskandal, fehlgeschlagene Satire, ein beleidigtes Staatsoberhaupt und antiquierte StGB-Paragraphen. In den letzten Monaten bewegten so einige Dinge die Welt – oder zumindest Europa. Mit diesem Beitrag belebe ich mein Blog mal zu neuem Leben und führe „Just my two cents“ ein – Beiträge, die meine Meinung zu aktuellen Geschehnissen behandeln.

Ich habe an einigen Diskussionen teilgenommen, die zu den oben genannten Themen gehören, und musste mir so einige Male an den Kopf fassen. Einige Themen habe ich aber bewusst ausgelassen (zum Beispiel die Flüchtlingskrise; über den Steuerskandal brauchen wir wohl auch nicht sprechen – erinnert sich überhaupt noch jemand an die Panama Papers?) – entweder weil ich mir dazu keine Meinung gebildet habe oder ich meine Ansichten selbst als zu krass empfinde, als dass ich sie kundtun sollte.

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„Dieses Spiel ist widerwärtig“

Current EA Sports logo.
Image via Wikipedia

Am 14. Oktober 2010 soll der jüngste Spross der „Medal of Honor„-Reihe von Publisher Electronic Arts erscheinen, in dem der Spieler als Soldat in heutigen Afghanistan unterwegs sein wird. Leute, die aufmerksam die Nachrichten verfolgen, wissen ja bereits, dass dort seit Jahren ein kriegsähnlicher Zustand herrscht und die NATO gegen die Taliban kämpft. Nun scheint das Spiel, das für den PC und die gängigen Konsolen entwickelt wird, auf Missmut bei Politik und Militär zu stoßen. So bittet der britische Verteidigungsminister Liam Fox die Händler darum das Spiel in England nicht anzubieten. Auch ein Sprecher des Deutschen Bundeswehrverbandes übte inzwischen scharfe Kritik insbesondere am Multiplayer-Modus des Spiels. Dort sei es nämlich möglich als Taliban gegen die Soldaten der NATO zu kämpfen.

„Medal of Honor ist widerwärtig“, sei der ungefähre Wortlaut von Wilfried Stolze, dem Sprecher des Deutschen Bundeswehrverbandes, gegenüber dem FOCUS gewesen. Er könne nicht verstehen, wie Electronic Arts ein solches Spiel auf den Markt bringen kann, während in Afghanistan Männer im Kampf gegen den Terror sterben.

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Am 27. September brauchen wir DEIN Kreuz

Ja, ich weiß. Eigentlich müsste ich ja noch die letzten zwei Tage des Segeltörns beschreiben. Aber im Moment hab ich dafür keine Zeit. An dieser Stelle will ich euch nur kurz daran erinnern, dass Ende dieser Woche Bundestagswahl ist – und wir alle wissen, wie sehr jede einzelne Stimme zählt. Wir hatten in den vergangenen Jahren schwere Zeiten (nicht zuletzt wegen der Wirtschaftskrise) und unsere derzeitige Regierung hat mit absurden Gesetzentwürfen und anderen Fehlgriffen gezeigt, dass eine schwarz-rote Koalition allein nichts schafft.

Deswegen mein Appell an euch alle: Geht am 27. September wählen! Verschenkt eure Stimme nicht an die großen Parteien oder wir erleben weitere 4 Jahre des Schwachsinns in Deutschland.

Geht wählen!

Weitere iFNGs untersagt

Ihr erinnert euch vielleicht noch an den Amoklauf in Winnenden und dessen Folgen für die eSport-Veranstaltung der Electronic Sports League? Vergangenen Monat wurde die Veranstaltung nach Stuttgart auch in Nürnberg verweigert, ironischerweise ließ man die Internationale Waffenmesse aber gewähren. Das Nürnberger Bürgermeisteramt begründete diese doch sehr paradoxe Entscheidung damit, als Teilgesellschafter hätte die Stadt nicht die Möglichkeit gehabt die Waffenmesse zu untersagen. Da Nürnberg aber Eigentümerin der Meistersingerhalle ist, in der das intel Friday Night Game stattfinden sollte, könne man eben jene Veranstaltung aber ablehnen. Das Event – und damit auch das Projekt „Eltern-LAN“ – soll nun alternativ in Hannover stattfinden.

Vor zwei Tagen ist nun auch Karlsruhe auf den politischen Kreuzzug gegen Computerspiele aufgesprungen. Hier versucht die ansässige CDU ein Verbot von Events solcher Art zu erwirken. Turtle Entertainment kam dem aber zuvor und sagte die iFNG in Karlsruhe ab.

Irritierend ist ja, dass der Oberbürgermeister von Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, Mitglied der SPD ist. Wäre wohl besser für ihn zu den konservativen CDU/CSU-Spinnern aus Bayern zu wechseln. Wie auch immer, man erkennt hier sicherlich klare Linien: Die Wahlen stehen bevor und die CDU macht wieder Dampf, was Computerspiele angeht. Ich bin irgendwie etwas verwundert, schließlich will die CDU doch Stimmen haben. Dass sie mit ihrer aggressiven Politik gerade junge Wähler vergraulen, scheint ihnen überhaupt nicht bewusst zu sein. Oder sie sind der Meinung, sie könnten auf diese Stimmen verzichten (getreu dem Motto „Der Großteil von diesen jungen Idioten wählt ohnehin die NPD“ oder sowas in der Art). Ich habe mich schon zu oft über dieses idiotische Thema ausgelassen und muss, wie viele andere, die seltsam irritierende Politik in Deutschland nicht verstehen. Trotzdem will ich hier nochmal eine kurze Passage schreiben – direkt an unsere werten Politiker gerichtet.

Also dann, werte CDU/CSU- und SPD-Politiker (und all jene, die ebenfalls der Meinung sind, Computerspiele wären Teufelswerke). Ich möchte Sie alle bitten sich mal einen Abend frei zu nehmen, eines der vielen „Killerspiele“ zu nehmen und es mal zu spielen. Lassen Sie es sich von Ihren Kindern – so Gott Ihnen gnädig war und Ihnen Fruchtbarkeit geschenkt hat (I hope NOT!) – erklären und daddeln Sie mal eine Runde. Sie werden feststellen, wie beruhigend es sein kann, virtuelle Pixelmännchen über den Haufen zu schießen und das Spiel als Ventil für die über den Tag angestauten Aggressionen zu nutzen.

Außerdem möchte ich Sie ganz dezent (wirklich nur ganz dezent)…

also GANZ DEZENT (!!!!!!!)

darauf aufmerksam machen, dass viele Ihrer Wählerstimmen von UNS kommen (also von den Gamern). Wenn Sie weiterhin der Meinung sind, Computerspiele wären das Werk des Teufels (na Mahlzeit…) und weiterhin glauben, Sie könnten unsere Verfassung munter weiter mit Füßen treten (Wie war das? Recht auf Freiheit? Recht auf eigene Meinung? Kunstfreiheit?), dann machen Sie getrost so weiter. Wenn Sie allerdings glauben, es wäre besser unsere Stimmen für sich zu gewinnen, sollten Sie Ihren politischen Kreuzzug gegen Computerspiele endlich einstellen und sich mal um Dinge von Belang kümmern.

Prost,

ein Wähler, dessen Stimme Sie niemals (!) bekommen

Bundesverbände fordern Entschuldigung von Herrmann

Nach dem verbalen Fehlgriff Herrmanns zur Verleihung des Deutschen Computerspielpreises – er stellte Computerspiele mit Drogen, Neonazismus und Kinderpornografie gleich – ruft nun der ESB (Deutscher eSport Bund) die Gamer auf, Flagge zu zeigen.

[…] Er [Herrmann] siedelt eine Generation deutscher junger Staatsbürger durch seine Äußerungen in dem Bereich der Kriminalität an. Der ESB erbittet vom Bayerischen Innenminister eine deutliche Entschuldigung! Solange dieses nicht geschieht fordert der ESB seine Mitglieder auf, deutliche politische Signale gegen die CSU zu setzen.“

Frank Sliwka, Geschäftsführer ESB

Auch die Geschäftsführer der G.A.M.E. e.V. (Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V.) und BIU e.V. (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V) fordern eine deutliche Entschuldigung des bayerischen Innenministers:

[…] Mit Politikern wie Herrn Herrmann verliert die CSU jede Glaubwürdigkeit bei Millionen erwachsener Menschen und Wähler, die mit Computerspielen groß geworden sind und disqualifiziert Bayern mittelfristig als Standort für Deutschlands wichtigste Entertainmentindustrie. Wir fordern von Herrn Herrmann eine deutliche Entschuldigung für diesen verbalen Fehlgriff.“

Stephan Reichart, Hauptgeschäftsführer G.A.M.E. e.V.

[…] Wir fordern den bayerischen Innenminister auf, seine politische Geisterfahrt am rechten Fahrbahnrand zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Das momentane Verhalten des bayerischen Innenministers erinnert sehr stark an einen politischen Ego-Shooter, der sich mit rein populistischen und inhaltlich fragwürdigen Aussagen zu profilieren versucht.“

Olaf Wolters, Geschäftsführer BIU e.V.

Sollte Herrmann dieser Aufforderung nicht nachkommen, dürften die Forderungen nach seinem Rücktritt sicherlich schnell folgen. Schon jetzt äußern sich viele Wähler (vorrangig Gamer) entsetzt über diese „Verkriminalisierung“ einer ganzen Generation und fordern lautstark Herrmanns Rücktritt aus der Politik.

Herrmann vergleicht Spiele mit Drogen, Neonazismus und Kinderpornografie

Die Hetzjagd auf Computerspiele mit gewaltdarstellendem Inhalt (kurz „Killerspiele“ genannt) geht weiter. Anlässlich der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises machte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Aussage, die nicht nur die Spielebranche erschütterte, sondern auch bei der nordrhein-westfälischen CDU für Kopfschütteln sorgte.

„Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.“

Daraufhin kam aus den Reihen der CDU NRW vom medienpolitischen Sprecher Thomas Jarzombek:

„Gewaltmedien gehören nicht in unsere Kinderzimmer, daher haben wir in Deutschland den strengsten Jugendmedienschutz weltweit. Das ist richtig und muss auch ausgebaut werden, denn offenbar gelangen nach wie vor Jugendliche an Computerspiele und Filme, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Es ist unsere Aufgabe, die bestehenden Rechtsnormen auch wirklich durchzusetzen. Wer nun auf solche Weise die sachliche Diskussion verlässt, hilft niemandem“

Dass dringend etwas gegen potenzielle Amokläufer getan werden muss, um die Kinder und Jugendlichen an unseren Schulen zu schützen, steht außer Frage. Doch fragwürdig ist durchaus, ob die Richtung, die unsere Politiker derzeit verfolgen, wirklich die Richtige ist. Nach wie vor liegt das Problem in der Gesellschaft und nicht bei Medien, von denen unsere werten Polit-Futzis keine Ahnung haben.

Und was Herrmann angeht: Er soll bitte zurücktreten. Mit seiner diskriminierenden Aussage eine ganze Branche zu verurteilen, geht völlig an der Realität vorbei und zeigt nur seine absolute Inkompetenz in Sachen Politik.

Konsolenjunkie.de erwägt derzeit eine Klage gegen Joachim Herrmann einzureichen – Mininmalziel hierbei ist eine Unterlassungserklärung. Außerdem forderte man den sofortigen Rücktritt des bayrischen Innenministers für diese frevelvolle Entgleisung.

GameStar verleiht Spielern eine Stimme

In der aktuellen Debatte um „Killerspiele“ fehlte bisher immer ein Diskussionspartner: der Spieler. Die Redaktion der GameStar gab dieser Gruppe nun per Videoumfrage eine Stimme. Im Video wurden Spieler verschiedener Altersgruppen im Rahmen einer Diskussion über die Geschehnisse in Winnenden zum Thema „Killerspiele“ befragt und äußerten ihre persönliche Meinung darüber. Ihr solltet euch das Video auf jeden Fall mal ansehen, die Kommentare der Gamer sind sinnig. Einzige Ausnahme bildet der 13jährige Milchbubi, der ja noch nie solche Spiele gezockt hat – wer’s glaubt, wird seelig, mein Freund. Ganz nebenbei erwähnt zockt er übrigens sehr gern GTA; ist ja völlig ohne Gewaltdarstellung…

Einziges Problem, das jetzt noch besteht: Die Stimme dringt noch nicht nach außen, da das Video im Internet auf der GameStar-Seite anzuschauen ist. Ich kenne keinen Politiker, der jemals zugegeben hat, diese und ähnliche Seiten zu besuchen. An dieser Stelle sollte die Redaktion noch einen Schritt weitergehen und die Umfrage ins Fernsehen bringen. Oder am besten direkt an die Politiker verweisen.

Wenn man keine Ahnung hat…

Als ich gerade die offizielle Mitteilung der Electronic Sports League bezüglich der abgesagten „intel Friday Night Games“ in Stuttgart gelesen habe, bin ich in den Kommentaren auf einen Link gestoßen, der zu einer von der GameStar zusammengestellten Seite mit Zitaten von Politikern und sogenannten „Experten“ bezüglich der heiß diskutierten „Killerspiele“ führt. Ich zitiere ich mal einige Auszüge:

„Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können.“

Hans Dieter Schwind, Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung

Genau, und jemand, der Amok läuft, ohne jemals ein Computerspiel angerührt zu haben, wird brav stehen bleiben und um sich schießen oder die Waffe auf der Flucht fallen lassen. Jugendliche sind ja auch hirnlose Zombies, die nur das machen können, was sie vorher irgendwo in ’nem Computerspiel gesehen haben… du Dünnbrettbohrer!

„Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten. (…) Das sind völlig unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen.“

Günther Steinbeck, 2006

Also ehrlich… ich finde, Waffen animieren weitaus mehr dazu, andere Menschen zu töten, Herr Steinbeck…

„Eines seiner (Anm. Robert Steinhäuser) Lieblingsspiel war ‚Counterstrike‘, ein Killerspiel, bei dem zwei feindliche Terroristeneinheiten sich bekriegen. Maskierte jagen da andere Maskierte durch Wüstenlandschaften und dunkelgraue Betonwelten, nehmen Dunkelmänner ins Fadenkreuz ihrer virtuellen Maschinenpistolen und feuern weiße Blitze – bis der gesamte Bildschirm rot zuckt: Das Opfer verblutet, das Ziel ist erreicht, der Spieler gewinnt.“

Zitat aus Spiegel, Ausgabe 18/02, Seite 83

Sehr professioneller Kommentar: Erstens bekämpfen sich in „Counterstrike“ nicht zwei feindliche Terroristeneinheiten, sondern Anti-Terroristen (Sondereinsatzkommandos) versuchen Terroristen davon abzuhalten ’ne Bombe zu legen. Zweitens feuert man da keine weißen Blitze und drittens zuckt der Bildschirm nicht rot. Wer immer diesen Kommentar verfasste, hat absolut keine Ahnung, worüber er da überhaupt geschrieben hat.

„Großmütter mit Kinderwagen und Schulmädchen bringen Extrapunkte im PC-Spiel Counterstrike.“

Hamburger Allgemeine, 7/02, Seite 60

Hm, seltsam. Ich bin in „Counterstrike“ noch nie Großmüttern und Schulmädchen begegnet. Aber ich gebe mal Laut, wenn ich sie finden sollte…

„Hat der Amokschütze von Erfurt seine Tat im Internet trainiert? Das Lieblingsprogramm von Robert Steinhäuser war das Computerspiel „Counterstrike“: Hier werden Geiseln genommen und Schulmädchen erschossen.

Das Mädchen trägt einen karierten Rock und eine weiße Bluse. Sie ist überrascht, als sich die Türe öffnet. Das letzte, was die Schülerin in ihrem Leben wahrnimmt, ist das Mündungsfeuer der Automatikwaffe, die der Eindringling auf sie richtet. Ihre Bluse färbt sich rot – Ziel eliminiert. Der Mord findet Online statt. Tatort ist ein Computerspiel. „Counterstrike“, heißt das Programm, in dem ein Entführungsszenario nachgestellt wird. Ein Trainingsgelände für Massenmörder.“

Rheinische Post, 29.04.2002

Schon wieder Schulmädchen? Verdammt, wo findet man die? Ich will die sehen!!!

Auf der Seite finden sich noch einige andere Kommentare (den Großteil habe ich hier bereits zitiert). Ich weiß nicht, ob ich mich über diese Sprüche totlachen oder einfach nur verständnislos den Kopf schütteln soll. Diese Zitatsammlung zeigt einmal mehr, dass die Leute, die am lautesten nach einem Verbot von Killerspielen rufen, weniger als Null Ahnung von der Materie haben (und von dieser Ahnung dann aber eine ganze Menge)…