Archiv der Kategorie: Games

Antwort auf offenen Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Eventuell erinnert Ihr euch noch an meinen offenen Brief zur aktuellen „Killerspiele“-Debatte, den ich an unseren amtierenden Bundesinnenminister, Herrn Thomas de Maizière, gerichtet habe. Neben der Veröffentlichung in meinem Blog und der Verbreitung über die sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google+) habe ich den verfassten Text auch an die offizielle Bundestags-E-Mail-Adresse des Bundesinnenministers geschickt.

Womit ich nun gar nicht gerechnet habe, war eine nicht automatisierte Antwort auf meine E-Mail. Die stammt zwar nicht direkt vom Bundesinnenminister persönlich, aber von einem seiner Mitarbeiter. Den ganzen Brief habe ich hier unzensiert, ungekürzt und unbearbeitet angehängt.

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Offener Brief zur „Killerspiele“-Debatte

Sehr geehrter Herr de Maizière,

ich möchte mich kurz bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Dominic Schmidtchen; ich bin 30 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, beruflich als Entwickler bei einer Werbeagentur tätig und seit meiner frühesten Kindheit ein „Gamer“ mit Leib und Seele. Der letzte Teilsatz lässt sicherlich erahnen, worauf sich dieser offene Brief bezieht: Auf die nach 7 Jahren wieder aufflammende Killerspiele„-Debatte, in der Sie diesen sogenannten „Killerspielen“ (ein Begriff, den ich selbst heute nur unter größter Beherrschung nennen kann, ohne einen Würgereiz zu bekommen) eine Teilschuld an dem Amoklauf von München geben. Deswegen möchte ich Ihnen ein bisschen von mir erzählen.

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Diablo 3 – Onlinezwang, Verbindungsprobleme & warum wir es trotzdem spielen

Diablo III Logo

Am 15. Mai 2012 war es endlich soweit – das lang ersehnte Diablo 3 wurde von Blizzard veröffentlicht. Wie es sich für einen wahren Diablo-Fan gehört, war ich einer der zahllosen Vorbesteller und durfte das Spiel bereits einen Tag vor Release mein Eigen nennen (danke Amazon). Gebracht hat es mir dann aber nichts, denn spielen konnte man wirklich erst ab dem 15. Mai – theoretisch zumindest.

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„Dieses Spiel ist widerwärtig“

Current EA Sports logo.
Image via Wikipedia

Am 14. Oktober 2010 soll der jüngste Spross der „Medal of Honor„-Reihe von Publisher Electronic Arts erscheinen, in dem der Spieler als Soldat in heutigen Afghanistan unterwegs sein wird. Leute, die aufmerksam die Nachrichten verfolgen, wissen ja bereits, dass dort seit Jahren ein kriegsähnlicher Zustand herrscht und die NATO gegen die Taliban kämpft. Nun scheint das Spiel, das für den PC und die gängigen Konsolen entwickelt wird, auf Missmut bei Politik und Militär zu stoßen. So bittet der britische Verteidigungsminister Liam Fox die Händler darum das Spiel in England nicht anzubieten. Auch ein Sprecher des Deutschen Bundeswehrverbandes übte inzwischen scharfe Kritik insbesondere am Multiplayer-Modus des Spiels. Dort sei es nämlich möglich als Taliban gegen die Soldaten der NATO zu kämpfen.

„Medal of Honor ist widerwärtig“, sei der ungefähre Wortlaut von Wilfried Stolze, dem Sprecher des Deutschen Bundeswehrverbandes, gegenüber dem FOCUS gewesen. Er könne nicht verstehen, wie Electronic Arts ein solches Spiel auf den Markt bringen kann, während in Afghanistan Männer im Kampf gegen den Terror sterben.

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Weitere iFNGs untersagt

Ihr erinnert euch vielleicht noch an den Amoklauf in Winnenden und dessen Folgen für die eSport-Veranstaltung der Electronic Sports League? Vergangenen Monat wurde die Veranstaltung nach Stuttgart auch in Nürnberg verweigert, ironischerweise ließ man die Internationale Waffenmesse aber gewähren. Das Nürnberger Bürgermeisteramt begründete diese doch sehr paradoxe Entscheidung damit, als Teilgesellschafter hätte die Stadt nicht die Möglichkeit gehabt die Waffenmesse zu untersagen. Da Nürnberg aber Eigentümerin der Meistersingerhalle ist, in der das intel Friday Night Game stattfinden sollte, könne man eben jene Veranstaltung aber ablehnen. Das Event – und damit auch das Projekt „Eltern-LAN“ – soll nun alternativ in Hannover stattfinden.

Vor zwei Tagen ist nun auch Karlsruhe auf den politischen Kreuzzug gegen Computerspiele aufgesprungen. Hier versucht die ansässige CDU ein Verbot von Events solcher Art zu erwirken. Turtle Entertainment kam dem aber zuvor und sagte die iFNG in Karlsruhe ab.

Irritierend ist ja, dass der Oberbürgermeister von Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, Mitglied der SPD ist. Wäre wohl besser für ihn zu den konservativen CDU/CSU-Spinnern aus Bayern zu wechseln. Wie auch immer, man erkennt hier sicherlich klare Linien: Die Wahlen stehen bevor und die CDU macht wieder Dampf, was Computerspiele angeht. Ich bin irgendwie etwas verwundert, schließlich will die CDU doch Stimmen haben. Dass sie mit ihrer aggressiven Politik gerade junge Wähler vergraulen, scheint ihnen überhaupt nicht bewusst zu sein. Oder sie sind der Meinung, sie könnten auf diese Stimmen verzichten (getreu dem Motto „Der Großteil von diesen jungen Idioten wählt ohnehin die NPD“ oder sowas in der Art). Ich habe mich schon zu oft über dieses idiotische Thema ausgelassen und muss, wie viele andere, die seltsam irritierende Politik in Deutschland nicht verstehen. Trotzdem will ich hier nochmal eine kurze Passage schreiben – direkt an unsere werten Politiker gerichtet.

Also dann, werte CDU/CSU- und SPD-Politiker (und all jene, die ebenfalls der Meinung sind, Computerspiele wären Teufelswerke). Ich möchte Sie alle bitten sich mal einen Abend frei zu nehmen, eines der vielen „Killerspiele“ zu nehmen und es mal zu spielen. Lassen Sie es sich von Ihren Kindern – so Gott Ihnen gnädig war und Ihnen Fruchtbarkeit geschenkt hat (I hope NOT!) – erklären und daddeln Sie mal eine Runde. Sie werden feststellen, wie beruhigend es sein kann, virtuelle Pixelmännchen über den Haufen zu schießen und das Spiel als Ventil für die über den Tag angestauten Aggressionen zu nutzen.

Außerdem möchte ich Sie ganz dezent (wirklich nur ganz dezent)…

also GANZ DEZENT (!!!!!!!)

darauf aufmerksam machen, dass viele Ihrer Wählerstimmen von UNS kommen (also von den Gamern). Wenn Sie weiterhin der Meinung sind, Computerspiele wären das Werk des Teufels (na Mahlzeit…) und weiterhin glauben, Sie könnten unsere Verfassung munter weiter mit Füßen treten (Wie war das? Recht auf Freiheit? Recht auf eigene Meinung? Kunstfreiheit?), dann machen Sie getrost so weiter. Wenn Sie allerdings glauben, es wäre besser unsere Stimmen für sich zu gewinnen, sollten Sie Ihren politischen Kreuzzug gegen Computerspiele endlich einstellen und sich mal um Dinge von Belang kümmern.

Prost,

ein Wähler, dessen Stimme Sie niemals (!) bekommen

Bridge Builder

Vor ein paar Stunden bin ich durch Zufall auf einen alten Klassiker gestoßen, den ich damals bis zum Abwinken gespielt habe: Bridge Builder. Nach kurzer Suche mit Google habe ich dann auch eine Seite gefunden, auf der man nicht versucht mit dem Spiel noch Geld zu machen. Entsprechend kostenlos ist der Download, der sich auf jeden Fall lohnt.

Bridge Builder Screenshot
Bridge Builder Screenshot

Für die, die es noch nicht kennen (Schande auf euer Haupt!): In Bridge Builder ist es eure Aufgabe als Architekt eine Brücke zu bauen, die stabil genug ist, um einen Zug zu tragen. Dabei werden euch in eurer Fantasie fast keine Grenzen gesetzt (lediglich das Budget hindert euch an allzu gigantischen Bauprojekten). Im Edit-Modus könnt ihr eure Brücke bauen und dann einen Test durchführen. Zusätzlich lässt sich der Stresslevel der Streben einblenden, damit ihr seht, welche Teile der Brücke am stärksten belastet werden. Schafft es der Zug über die Brücke auf die andere Seite, ist das Level geschafft und ihr könnt die nächste Brücke bauen. Vorsicht: Suchtgefahr!

Viel Spaß beim Zocken.

Vier im Testlabor

Derzeit teste ich für DLH.net offiziell drei Spiele – Space Station Simulator 2.0, Unlimited Hunting 2009 und seit heute Stormrise. Erstgenanntes durchlief bereits die Korrektur und wird morgen an den Chef gesendet, damit es online gestellt werden kann. Unlimited Hunting 2009 (bzw. Jagen 2009, wie es in Deutschland heißt) wird sicherlich auch kommende Woche online gehen; Stormrise hingegen ist wieder ein Spiel, das mehr Testzeit in Anspruch nehmen wird – nach den zwei Gurken tut das ganz gut.

Das vierte Spiel im Bunde testete ich persönlich an, um mir einen Eindruck davon zu verschaffen: Wheelman. Ich hatte das Spiel mit Spannung erwartet (nicht nur wegen Hauptcharakter Milo, der Vin Diesel nachempfunden ist), weil es sich wie GTA spielen sollte. Am Ende war ich allerdings recht enttäuscht: Die Konsolen-Adaption wurde nur sehr mangehaft durchgeführt, die Grafikeinstellungen lassen sich nicht anpassen und das Fahrverhalten der Autos und Motorräder ist lächerlich. Dazu kommt dann noch das Problem, dass einige Straßenzüge nicht schnell genug berechnet werden, wodurch man gelegentlich mit dem Auto ins Bodenlose fällt – hat mich schon so manche Nerven gekostet.

Deswegen rate ich von diesem Spiel dringend ab – Frustfaktor 100%.

1,4 GB geballtes EVE-Update

Gerade läuft im Hintergrund der Download des neuen EVE Online Updates, welches das neue Add-On Apocrypha installiert – sage und schreibe 1,4 GB wollen runtergelutscht werden; ein Umstand, der mich voller Erwartung auf tolle Umsetzungen der neuen Technologien und Grafiken hoffen lässt.

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Über die Neuerungen werde ich an dieser Stelle keine Worte mehr verlieren, immerhin hatte ich vor einigen Tagen schon über die Features Page geschrieben.

Außerdem habe ich heute meine erste Deutschklausur in diesem Halbjahr geschrieben – gemessen an den Herausforderungen auf dem Berufskolleg ein wahrer Witz. Die meisten von uns waren bereits nach 15 Minuten fertig. Thema waren Vorgangsbeschreibungen, d.h. wir haben ein Blatt mit ein paar Bildern bekommen, die wir in die richtige Reihenfolge bringen mussten, um dann die dort gezeigten Tätigkeiten in Worte zu fassen. Auf den Bildern wurde übrigens der Einbau einer IDE-Festplatte dokumentiert.

Morgen gibt es dann noch einen Vokabeltest, nachdem die Englischklausur auf nächste Woche verschoben wurde, da wir in der vergangenen Woche keinen Unterricht hatten (unsere Lehrerin musste irgendwelchen Prüfungen beiwohnen).

Über „Mirror’s Edge“ und abgefallene Zigarettenfilter

Gestern abend habe ich mal „Mirror’s Edge“ angespielt – eine Art Jump & Run aus der Ego-Perspektive. Der Spieler schlüpft dabei in die Rollen der jungen Asiatin Faith, einem so genannten „Runner“. Die Story beginnt damit, dass die Polizistin Kate, die Schwester von Faith, in einen Mord verwickelt wird. Um Kates Unschuld zu beweisen, macht sich Faith auf die Suche nach dem wahren Mörder und gerät dabei immer weiter in Intrigen und Verrat. Gejagt von der Polizei hüpft der Spieler über die Dächer von Wolkenkratzern, klettert an Wasserrohren hoch, und erledigt einzelne Gegner mit eleganten Tritten und Schlägen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Spiel aber eher auf den Sprungeinlagen als auf den Kämpfen.

Es ist ein recht interessantes Spiel – mit einigen kleineren Macken, aber interessant. Wobei ich gestehen muss, dass es mir als eingefleischter Shooter-Maniac äußerst schwer fällt völlig unbewaffnet vor meinen Gegnern davon zu laufen (normalerweise sind es immer meine Gegner, die die Flucht ergreifen). Aber sei es drum, „Mirror’s Edge“ gehört auch nicht in die Kategorie „Shooter“, sondern „Geschlicklichkeit“ bzw. „Jump ’n‘ Run“ – sehr innovativ, muss ich sagen. Solch ein Spiel mit der Ego-Perspektive auszustatten ist mal etwas völlig Neues.

Weg von „Mirror’s Edge“ und hin zur Finanzkrise. Erneut habe ich über starke Umsatzeinbrüche in der IT-Branche gelesen. Intel beispielsweise meldete einen Umsatzeinbruch von sage und schreibe 90%. Auch der niederländische Chipfertigungshersteller ASML berichtete über Einbrüche von knapp 50%. Doch nicht nur Verluste werden vermeldet: So entlässt beispielsweise Google einige Mitarbeiter und schliesst Entwicklungszentren, ebenso Motorola (nicht nur wegen der Krise) und Oracle. Und die Veranstalter der CeBIT rechnen dieses Jahr sogar mit weniger Ausstellern. So ganz nebenbei will ich noch erwähnen, das selbst die Herstellungsqualität von Zigaretten nachlässt. Ich habe hier inzwischen schon die zweite Schachtel meiner Zigarettenmarke liegen, bei der gelegentlich der Filter einfach „abfällt“. Produktionsfehler oder Folge der Wirtschaftskrise?

Hoffen wir für die kommenden Monate das Beste, was die Krise angeht.

Rise of the Argonauts angespielt

Rise of the Argonauts“ (von Codemasters – bekannt für die Colin McRae-Reihe) ist ein Action-Rollenspiel in der Zeit der olympischen Götter Zeus & Co. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jason (ja genau, der Typ aus den griechischen Legenden), König von Iolkos, dessen zukünftige Braut Alkmene durch den Pfeil eines Meuchelmörders getötet wird. Um all dies ungeschehen zu machen, macht sich Jason auf die Suche nach dem sagenumwobenden Goldenen Vlies. Laut Legende hat dieses Vlies die Fähigkeit Tote wieder ins Leben zurück zu holen – für Jason und seine heldenhaften Freunde (bekannt als „Argonauten“) beginnt eine epische Reise voller Abenteuer.

Also, nachdem ich das Spiel angetestet habe, komme ich zu folgendem Fazit: Tolles Spiel, wären die ganzen Bugs nicht vorhanden. Scheinbar kommt es in Mode unfertige Spiele ohne ausgedehnte Testphase auf den Markt zu schmeissen. Angefangen von den Intros, in denen der Sound einfach anfängt zu stocken und sich wie eine alte Schallplatte zu wiederholen, über die qualitativ miserable deutsche Sprachausgabe bis hin zu den nahezu regelmäßigen Abstürzen während der Dialoge bietet das Spiel einige Frustverursacher, so dass ich es erstmal weglege und auf einen Patch warte.

Aber das Spiel hat natürlich auch was Gutes. Grafisch wird das alte Griechenland prachtvoll in Szene gesetzt (hier baut man auf die „Unreal 3“-Engine), auch wenn man durchaus mehr hätte rauskitzeln können. Die Dialoge bieten ausgedehnte Entscheidungsfreiheiten, welche sich zwar nicht direkt auf den Spielablauf auswirken, aber durchaus gewisse „Achievements“ freischalten, die dann später in Götterpunkte umgewandelt werden können. Das Kampfsystem ist simpel und soll (laut Hersteller) verschiedene mächtige Kombinationen bereitstellen, mit denen die Gegner zerschmettert werden können. Und die Story sorgt natürlich dafür, dass man wissen will, wie es weiter geht. Aber wie schon weiter oben geschrieben, lasse ich das Spiel erstmal liegen und warte darauf, dass Codemasters die Fehler behebt.