HTML E-Mails: Die Wahl des Doctypes

Wenn wir Webseiten erstellen, ist die Wahl des zu nutzenden Doctypes schon nahezu instinktiv. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und die aktuellste Technik verwenden zu können, wählen wir daher den Doctype HTML5 aus.

Bei der Erstellung von HTML E-Mails sieht das schon etwas anders aus – natürlich möchten wir auch hier die neuste Technik verwenden, die HTML5 und CSS3 so mit sich bringen. Doch nun blind HTML5 als Doctype zu verwenden, kann unter Umständen unerwünschte Nebeneffekte haben.

Campaign Monitor hat sich bereits vor 4 Jahren mit der Wahl des richtigen Doctypes auseinander gesetzt – da es zu diesem Zeitpunkt HTML5 aber noch nicht gab, hat man sich nun dazu entschieden, die aktuell verfügbaren Doctypes noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Die Autorin des Artikels (englisch), Ros Hodgekiss, lässt ihren Gedanken zum Thema Doctype-Wahl zuvor freien Lauf und sinniert darüber, warum die Wahl des korrekten Doctypes so wichtig für HTML E-Mails ist.

In ihren Augen gibt es zwei Gründe, weshalb man den richtigen Doctype wählen sollte:

  • Zukunftsorientiert – Wenn man für einen Kunden ein HTML E-Mail-Template erstellt, endet das in der Regel damit, dass das Template über längere Zeit verwendet wird, ohne etwas an der Technik zu ändern. E-Mail Clients hingegen werden stetig weiterentwickelt, was u.U. dazu führen kann, dass die Templates veraltet sind und nicht mehr mit den aktuellsten Clients kompatibel ist. Daher ist es wichtig Templates zu erstellen, die auch nach Monaten oder gar Jahren noch immer einwandfrei in Clients angezeigt werden.
  • Der eigene Wunsch nach validem Code – Jeder Entwickler ist stolz auf seine Arbeit (oder sollte es zumindest sein). Daher ist es für jemanden wie mich geradezu eine Pflicht, validen Code zu produzieren, der einwandfrei funktioniert. Der Kunde erwartet qualitativ hochwertige Arbeit und die will jeder Entwickler auch liefern.

Ein weiterer Faktor bei der Wahl des richtigen Doctypes sind veraltete Elemente (depreaced elements). Gerade bei der Erstellung von HTML E-Mails lässt es sich nicht vermeiden, veraltete Elemente zu nutzen. Je nach Wahl des Doctypes lassen sich diese Elemente mehr oder weniger problemlos verwenden – oder eben nicht. So zum Beispiel bei der Verwendung von XHTML 1.0 Strict und HTML5. Verwendet man hier veraltete Elemente wie <center>, <font>, <u> sowie weitere Attribute (align, background, target, width, etc.), kann es zu Komplikationen kommen und Validatoren schlagen Alarm.

Der einzige Doctype, der die Verwendung der genannten Elemente und Attribute ohne weiteres zulässt, ist XHTML 1.0 Transitional. Dieser ist entsprechend die 1. Wahl, wenn es um die Erstellung valider und funktionierender E-Mail Templates geht.

<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional //EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">

( Quelle: Campaign Monitor (englisch) )

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