Fluch der HTML-E-Mails

Seit längerer Zeit beschäftige ich mich beruflich mit der Erstellung und Optimierung von E-Mails im HTML-Format zwecks Werbekommunikation (bevor jetzt irgendjemand „Böser Spam-Ersteller!“ schreit, sei vorweg genommen, dass es sich hierbei um ausdrücklich erwünschte Produktinformationen handelt und ich mit dem eigentlichen Inhalt auch nichts zu tun habe – im Vordergrund steht hier ganz klar der technische Aspekt).

Wer sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt, weiß aus Erfahrung: Sämtliche HTML- und CSS-Kenntnisse, die man sich über die Jahre angeeignet hat, darf man hier fast komplett über Bord werfen. Denn während wir im Internet inzwischen bei HTML5 und CSS3 angekommen sind (mit denen sich im Übrigen wirklich tolle Sachen machen lassen), hängen wir in der Welt der HTML-E-Mails nahezu in der Steinzeit fest. Sicher, es gibt einige moderne Clients, die bereits ansatzweise die neuen CSS3-Elemente unterstützen (allen voran mobile Geräte), die meisten Programme jedoch haben ihre ganz eigenen Interpretationsregeln und verlangen teilweise eigenwillige technische Umsetzungen.

Die Tatsache, dass einige der gängigen Web-Anbieter wie Yahoo oder Hotmail (respektive Outlook.com) die E-Mails bei der Darstellung teilweise noch verändern und Benutzer mit unterschiedlichen Browsern (manchmal leider nicht mit den aktuellsten Versionen) auf das Webinterface dieser Anbieter zugreifen, macht die Angelegenheit unnötig kompliziert. Von Microsofts eigenen „Richtlinien“ mal ganz zu schweigen. Frontend-Entwickler werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass die Optimierung/Anpassung von Webseiten an alle gängigen Browser (in der aktuellsten Version und den Vorläufern) schon teilweise echte Sisyphusarbeit ist. Bei HTML-E-Mails gibt es so vieles zu beachten, dass die Webseiten-Optimierung schon fast zu einem Spaziergang wird.

Die Erstellung von HTML-E-Mail-Templates macht mir persönlich natürlich sehr viel mehr Spaß, doch häufig erhalte ich bereits erstellte Templates, die optimiert werden müssen. Dabei kommt es regelmäßig vor, dass diese Templates nicht nur optisch völlig unzureichend umgesetzt wurden, sondern auch noch massive technische Mängel aufweisen, die dringend ausgebügelt werden müssen. Denn was viele nicht wissen oder verstehen, ist der Umstand, dass die Zustellbarkeit nicht nur vom Betreff, dem Absender und dem Inhalt abhängt, sondern auch von der technischen Ebene. Unsauber geschriebene Templates stoßen bei Spamfiltern sauer auf, weshalb es wichtig ist die Grundlagen und Richtlinien bei der Erstellung von HTML-E-Mails strikt zu befolgen.

In naher Zukunft werde ich daher – um auch mein Blog wieder etwas zu beleben – einige Aspekte ansprechen und Techniken vorstellen, die essenziell sind.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s