Apple vs. Samsung. Diesmal: Verkaufsverbot für das Galaxy Nexus

Bisher hatte ich über die Klagewelle seitens Apple noch nicht berichtet. Vorweg sei gesagt, dass ich der Firma aus Cupertino nichts abgewinnen kann. Sicherlich haben sie einige Innovationen marktreif gemacht, doch in letzter Zeit macht das Unternehmen um das Fallobst-Logo eher durch Patent-Klagen von sich Reden.

Worum es diesmal geht? Um ein Verkaufsverbot des Galaxy Nexus – Samsungs neuem Smartphone. Nachdem Apple bereits das Galaxy Tab 10.1 erfolgreich vom Markt drängen konnte (wegen „Verletzung von Geschmacksmustern“ – wer hat sich diesen Schwachsinn nur ausgedacht!?), zog die Apfelfirma erneut vor ein US-Gericht, um nun auch den Verkauf des Samsung Smartphones zu stoppen. Bisher mit Erfolg – Apple legte vor Gericht dar, dass sie durch angebliche Software-Patent-Verletzungen seitens Samsung Einbußen beim Verkauf der eigenen Produkte hinnehmen müssten. Die zuständige Richterin (die zuvor auch schon das Verkaufsverbot für das Galaxy Tab aussprach) erkannte diese Darstellung an und sprach eine Einstweilige Verfügung gegen Samsung aus – gegen eine Sicherheitsleistung seitens Apple von rund 96 Millionen US-Dollar.

Apple hatte bereits mehrfach gegen Samsung und auch andere Unternehmen Patente eingeklagt und war damit bisher durchgekommen. Meine Sicht der Dinge? Nun, Apple hat keinen Antrieb mehr für neue Innovationen, daher müssen sie sich auf das stützen, was sie haben. Und um nicht irgendwann vor dem Aus zu stehen, klagen sie die Konkurrenz jetzt vom Markt. Das begann bereits im letzten Jahr und zieht sich seitdem wie eine Geschäftsidee bis heute hin. Allerdings machen sich die Apfel-Fanatiker keine Freunde damit: Die Android-Fraktion verflucht Apple ohnehin schon seit jeher und auch Leute, die sonst dem Apfel ihre Treue geschworen haben, wenden sich nun ab. In zahlreichen Kommentaren konnte ich lesen, dass nun auch Käufer von Apple-Produkten eben diese boykottieren und lieber auf vergleichsweise Produkte anderer Hersteller umsteigen werden – solange sie dazu noch die Möglichkeit haben.

Apple versucht mit all der Patent-Klagerei nicht nur die Konkurrenz zu eliminieren, sondern auch dem Käufer die Produktwahl zu nehmen. Reine Bevormundung nennt man sowas. Aber solange es die beinharten Apple-Fanboys gibt, wird sich daran nichts ändern. Genau diese Leute sollten nun eigentlich den Apfelkonzern boykottieren, um sie da zu treffen, wo es am meisten weh tut: im Geldbeutel. Denn wenn Apple das Geld ausgeht, realisieren sie vielleicht, dass sie sich besser auf neue Produkte hätten konzentrieren sollen, statt auf das Ausschalten der Konkurrenz. Und wenn nicht – nun, dann haben wir einen monopolgeilen Konzern weniger auf dieser Welt. Schadet dem Markt kein Stück.

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