Diablo 3 – Onlinezwang, Verbindungsprobleme & warum wir es trotzdem spielen

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Am 15. Mai 2012 war es endlich soweit – das lang ersehnte Diablo 3 wurde von Blizzard veröffentlicht. Wie es sich für einen wahren Diablo-Fan gehört, war ich einer der zahllosen Vorbesteller und durfte das Spiel bereits einen Tag vor Release mein Eigen nennen (danke Amazon). Gebracht hat es mir dann aber nichts, denn spielen konnte man wirklich erst ab dem 15. Mai – theoretisch zumindest.

Im Gegensatz zum Vorgänger Diablo 2, bei dem noch zwischen Single- und Multiplayer unterschieden wird, verschwimmt diese Grenze bei Diablo 3 gänzlich. Wer spielen will, muss sich im Battle.net einloggen. Einen Offline-Modus wie bei Starcraft 2 gibt es hier nicht. Und so trat dann am 15. Mai auch das ein, was zu erwarten war: die Diablo 3-Server brachen unter dem Ansturm der Spielerhorde zusammen – trotz zugeschalteter Kapazitäten der Server für World of Warcraft. Das Geschrei war natürlich riesengroß und es kamen Kommentare auf wie „Haben die denn mit WoW nichts gelernt?“, „Das hätten die doch wissen müssen“ und dergleichen. Sicherlich haben die Leute von Blizzard gewusst, dass ihnen dieser Ansturm bevorstand. Und sicherlich haben sie auch mit den Jahren durch World of Warcraft gelernt (immerhin gibt es derzeit zwischen 10 und 11 Millionen aktive WoW-Spieler weltweit). Doch verhindern konnte es eben niemand…

Natürlich hatte ich mich kurzzeitig geärgert. Immerhin freute ich mich schon den ganzen Tag darauf endlich nach Hause zu kommen und die alte Sucht wieder aufleben zu lassen. Aber ändern konnte ich es nicht, also ging ich ins Bett. Am nächsten Abend hatte ich es dann nach mehreren Loginversuchen geschafft und konnte endlich loslegen – dachte ich zumindest. Die Charaktererstellung erwies sich als ebenso schwierig wie die Anmeldung selbst: die Server waren (erwartungsgemäß) völlig überlastet und das Spiel warf mir permanent irgendwelche Fehlercodes entgegen, die mal einstellig und mal sechsstellig waren. Irgendwann gelang es dann meinen Barbaren zu erstellen und das Spiel zu starten.

Und ja, da war sie wieder – die alte Diablo-Sucht. Trotzdem gibt es an diesem Spiel einige Dinge auszusetzen. Der bereits erwähnte Onlinezwang (der in der Gaming-Welt offensichtlich zur Mode wird) ist in meinen Augen völlig unnötig und sorgt schon mal dafür, dass Leute ohne permanente Internetverbindung überhaupt nicht spielen können. Desweiteren gibt es immer wieder Verbindungsprobleme beim Login oder während des Spielens. Oft bin ich mitten im Spiel raus geflogen und konnte mich dann erst mal nicht mehr einloggen, weil die Server überlastet waren. Zwar ist es eine tolle Sache, dass der Fortschritt und die Charaktere auf den Servern gespeichert werden und man somit überall spielen könnte, aber das hätte man auch eleganter lösen können (Torchlight 2 macht – laut einem Kollegen – vor, wie es besser geht).

Ich drücke mich mal so aus: Es gibt Tage, da komm ich von diesem Spiel nicht los (10 Stunden durchgehendes Zocken können da schon mal vorkommen) und dann wiederum Tage, an denen ich mich frage, ob ich ein Spiel oder eine Ansammlung von Fehlermeldungen gekauft habe. Trotz dieser teilweise wirklich ärgerlichen Probleme kann ich es dennoch nicht lassen mich wieder einzuloggen und weiterzuspielen (sofern es meine Zeit zulässt). Und so dürfte es dem Großteil der anderen Spieler auch gehen – auch wenn die immer wieder lautstark in den Blizzard-Foren fluchen und Dampf ablassen. So ist das halt mit der Sucht…

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