Und wenn Holland mal absäuft…

… haben sie zumindest genug Boote, um nicht zu ertrinken.

Fünf Tage Segeln sind nun vorbei. Auf der einen Seite bin ich froh wieder eine ordentliche Dusche benutzen und in einem vernünftigen Bett mit weichem Kopfkissen pennen zu können. Auf der anderen Seite bin ich aber etwas wehmütig, dass die Klassenfahrt dann doch so schnell vorbei ging. Wir hatten eine Menge Spaß, aber auch einiges an Arbeit: Segel hissen, Segel wieder einholen. Deck schrubben, Küchendienst machen und Klos reinigen. Aber sowas gehört halt dazu und am Ende war es ja doch eine gelungene Fahrt, die so ziemlich jedem gefallen hat. Es gab zwar ein paar Seekranke unter uns und auch einen über die Reling kotzenden Passagier, doch alles in allem wird man sich noch lange positiv an den Segeltörn erinnern können.

Dabei fing die Fahrt irgendwie etwas verregnet an: Als wir mit unserem Bus in Enkuizen ankamen, pisselte es ein wenig. Und irgendwie war auch noch unklar, dass wir zu den zwei Klassen gehörten, die auch wirklich dort aussteigen mussten (die dritte Klasse wurde nach Lelystadt gebracht, wo ihr Schiff – die „Meridiaan“ – auf sie wartete). Nachdem die Frage dann aber geklärt war, marschierten wir mit Sack und Pack bis ans Ende des Piers im Hafen, um dort auf der „Strijd“ unsere Kabinen zu belegen und die Verpflegung an Bord zu bringen (die zweite Klasse machte sich auf der „Johanna Engelina“ breit). Nach einigen Begrüßungsworten des Skippers Claas erschien dann auch schon der zweite Skipper Kargo und wir legten ab. Die Fahrt ging erstmal durchs Ijsselmeer Richtung Texel.

Zwischendurch ankerten wir noch mitten auf See, um einige Runden ins Wasser zu springen. „25° C Wassertemperatur“ meinte unser Religionslehrer. Ich dachte nach dem ersten Sprung nur noch „Am Arsch! 15° C minus!“ – das Wasser war eisig kalt und ich hatte zu Beginn sogar Probleme richtig zu atmen, weil meine Lungen wahrscheinlich eingefroren waren… Einige von uns schwammen rüber zur „Johanna Engelina“, die rund 50 Meter von uns entfernt vor Anker ging; wo die „Meridiaan“ abgeblieben war, weiß ich nicht. Nach der Extremabkühlung ging es dann weiter nach Texel, wo wir im Hafen anlegten und die erste Gruppe das Abendessen zubereitete.

Wir legten direkt neben der „Johanna Engelina“ an, während die „Meridiaan“ weiter vorn parken musste, weil links von uns ein anderes Schiff mit irgendeiner Abschlussklasse aus Deutschland anlegte. Der Abend und die Nacht verliefen dann auch recht angenehm und entspannt. Wir verbrachten die Zeit entweder auf der „Strijd“ oder auf der „Johanna Engelina“ und tranken ein paar Bier (Heineken *würg*), Smirnoff, Desperados und anderes Gezeug mit Umdrehungen. Mahmod wollte am nächsten Morgen mit mir eine Runde joggen gehen, aber irgendwie hat er mich dann doch liegen lassen und lief allein ein paar Runden. Inzwischen war es dann auch längst Zeit fürs Frühstück, doch Sven und Marcel waren unauffindbar. Die beiden wollten in ein 5km entferntes Örtchen gehen, um dort Brötchen zu holen. Am Ende waren sie über zwei Stunden weg, weil in dem Örtchen sage und schreibe 12 Brötchen verkauft wurden und sie erst mal wieder nach Texel zurück mussten, um dann dort welche zu kaufen. Das Frühstück war zu dem Zeitpunkt mehr oder weniger schon hinfällig – die meisten hatten ohnehin Brot gegessen. Kurz nach deren Auftauchen legten wir dann auch schon ab, um Richtung Wattenmeer zu fahren.

Mehr gibt es dann morgen…

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