Freiwillige Selbstkontrolle für die Tonne?

Bayerns Innenminister Joachim Herrman sagte gegenüber der „Welt am Sonntag“, die freiwillige Selbstkontrolle der Spieleindustrie funktioniere nicht richtig – die Kontrollen würden recht großzügig ausfallen. Sowas regt mich doch wieder auf, dass so ein Spruch (mal wieder) aus der Politiker-Ecke kommen muss. Gerade hier in Deutschland, wo die schärfsten Kontrollen der Welt durchgeführt werden. Geht’s eigentlich noch?

Inzwischen fordert auch Bundespräsident Horst Köhler schärfere Bedingungen für gewaltverherrlichende Spiele, nachdem die Eltern von fünf getöteten Schülern aus Winnenden einen offenen Brief an ihn, Bundeskanzerlin Merkel und BaWü-Ministerpräsident Oettinger geschrieben hatten. Ich persönlich begrüße eine Verschärfung für den Verkauf – Minderjährige dürfen einfach nicht in den Besitz solcher Spiele kommen. Da gebe ich den Politikern wirklich recht.

Was ich aber überhaupt nicht gutheißen kann, ist ein Verbot. Ich bin erwachsen und habe ein Recht auf Unterhaltung. Ich kann selbst einschätzen, wieviel ich an solchen Spielen konsumieren kann, ohne einen Dachschaden zu erleiden. Dass mir der Staat auch dieses Recht nehmen will, akzeptiere ich einfach nicht. Da dürfen sich die Politiker auch nicht darüber beschweren, dass immer mehr Deutsche auswandern – bei solch scharfen Gesetzen und Einschränkungen macht das Leben in Deutschland einfach keinen Spaß mehr…

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