Mal gehts, mal nicht

Referate hasse ich eigentlich wie die Pest: Man steht vor einer relativ großen Gruppe von Leuten, die zum Teil keine Ahnung von dem haben, was man vortragen wird und einige Personen sind immer der Meinung nicht zuhören zu müssen. Zu Beginn eines Referates steht aber noch das Zusammenstellen des Materials – ein recht zeitintensives Unterfangen.

Bereits nach einer Woche Berufskolleg musste ich eine solche Präsentation vorbereiten; über die Entstehung der Betriebssysteme. Heute war dann der große Tag, in der 5. Stunde (Fach „Betriebssysteme und Netzwerke“) mussten Stefan (mein Sitznachbar) und ich das Referat dann vortragen. Es musste mindestens 30 Minuten füllen und einige wichtige Aspekte wie Stapelverarbeitung / Batchbetrieb mit Lochkarten / SPOOLing, Multitasking und Dialogbetrieb beinhalten. In stichpunkthafter Papierform entspricht das Referat (incl. Quellenangabe) knappe 8 Seiten; die Powerpoint-Präsentation, die ich anfertigte, hat insgesamt 24 Folien.

Stefan hatte das Problem, dass er – ähnlich wie ich – Referate hasst und dabei immer ziemlich nervös wird. Hinzu kam, dass er von der Materie kaum Ahnung hat und das zusammengetragene Material ziemlich spät erhielt, weshalb er sich nicht richtig einarbeiten konnte. Ich hingegen hatte überraschenderweise keine Probleme mit dem Referat und übernahm dann auch vollständig die Präsentation, nachdem Stefan ins Stocken kam und damit begann einfach die Stichpunkte vom Zettel abzulesen. Die Zeit hatte ich dabei völlig außer Acht gelassen und erfuhr erst später vom Lehrer, dass das Referat eine ganze Stunde füllte. Außerdem fügte er hinzu, dass er in der „Unterstufe“ (also im ersten Ausbildungsjahr – entspricht auf dem Berufskolleg der 11. Klasse wie auf einem Gymnasium) noch nie eine so komplexe und „mächtige“ Präsentation erlebt hat.

Fazit des Referats: Der Lehrer ist baff, Stefan hat sich aus Nervosität den linken Arm blutig gekratzt und ich verklickerte den Pappnasen im Raum alles locker-flockig. Dass auch nur einer von den Typen auch nur einen Bruchteil von dem verstand, was ich ihnen vorne erklärte, bezweifle ich zwar, aber hauptsache der Lehrer ist beeindruckt *g*

Anbei findet ihr die Präsentation als PowerPoint-Datei (im 2003er-Format, da auf dem Berufskolleg noch kein Office 2007 verwendet wird): Referat: Entwicklung der Betriebssysteme

2 thoughts on “Mal gehts, mal nicht”

  1. Grundsätzlich sieht’s ganz passabel aus. Ordentlich strukturiert. Ein bisserl Kritik hab ich allerdings auch:
    – VIEL zu viel Text. Beispiele: Folie 8, Folie 10. Das ist eindeutig zu viel Text für die – eigentlich nur das Referat begleitende – Präsentation.
    – Standard-PP-Design. Klar, für Schulreferate vollkommen ausreichend. Später wären eigene Designs besser.
    – Zu wenig Quellen. Nur Wikipedia. Für die Zeit, die ihr hattet, kann man’s durchgehen lassen. Ansonsten versuchen, auch von anderen Seiten, Büchern, etc. Infos zu besorgen.
    Ansonsten Glückwunsch zum ersten erfolgreichen Referat am Berufskolleg. Wenn man von Anfang an bei einem Lehrer ein Stein im Brett hat, kann das gar nicht schaden. ;)

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  2. Ahjo, danke für die Kritik. Ich werd’s beim nächsten Mal beherzigen.

    War bisher ja meine erste richtige Präsentation – vor allem mit Powerpoint. Das gab’s zu meiner Schulzeit nie. Da wurden noch Plakate angefertigt *fg*

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