Des Vertreters Last

Vertreter tun mir leid – insbesondere, wenn sie zu mir wollen. Ich wohne im 5. (und letzten) Stock – d.h. kein Fahrstuhl, den gibt es nämlich in der Regel erst ab dem 6. Stockwerk. Wenn diese Herren (und manchmal auch Damen) also bei mir vor der Tür ankommen, sind sie meist völlig außer Atem. Da tut es mir fast schon leid, dass ich sie wieder nach unten schicke, wo doch der „Aufstieg“ schon so anstrengend war.

Gestern war wieder ein Vertreter bei mir – besser gesagt eine Vertreterin. Recht jung (wahrscheinlich in meinem Alter) und gar nicht mal so schlecht aussehend. Sie wollte – bzw. musste – mir einen Internet- und Telefonanschluss von Arcor andrehen und da ich mit meinem derzeitigen Provider Versatel recht zufrieden bin, wechsle ich natürlich nicht (getreu dem Motto „Never change a running system“). Da zahl ich auch gern mal 50 Euro im Monat, auch wenn Arcor mir einen „gleichwertigen“ Anschluss für angebliche 25 Euro anbietet – denn warum soll ich einen funktionierenden Anschluss, mit dem ich bisher nie Probleme hatte, gegen einen anderen Anschluss eintauschen, wegen dem ich alle 2-3 Tage beim Service anrufen muss?

Normalerweise wimmel ich solche Vertreter immer recht schnell ab – meist schon bevor sie auch nur ein Wort sagen. Doch hin und wieder mache ich mir auch einen Spaß daraus solche Leute ein wenig auszuquetschen und um den heißen Brei herum zu reden. Mein bisher bestes Erlebnis mit Vertretern hatte ich vor einigen Wochen, als zwei Herren von UnityMedia bei mir waren (Telefon, Internet und TV – alles aus der TV-Buchse. An sich keine schlechte Sache). Ich musste fast an der Tür lachen, als sie mich dämlich ansahen, nachdem ich ihnen sagte, dass ich keinen TV-Anschluss in der Wohnung habe. Die armen Schweine sind also – wieder einmal – 5 Etagen umsonst hochgeklettert.

Vertreter an der Tür sind schon recht nervig – vor allem solche, die plötzlich vor der Wohnungstür stehen, statt an der Haustür zu klingeln. Noch schlimmer sind aber solche, die mich auf offener Straße von der Seite anquatschen (hatte ich auch vor einigen Wochen – mal wieder ein Arcor-Vertreter). Das nervt dann schon ganz gewaltig, vor allem wenn man es eilig hat.

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